Vertreib den Regen

der mond hält hof heut nacht
kein stern soweit
das auge reicht, die funkeln irgendwo im dunklen
der weisse kreis am firmament verheisst
unausweichlich, es wird regen geben

unsäglich unerträglich ist die stille
dieser schwarzen wand
aus schwarzem himmel, mond
und schwarzem land
und irgendwann dann
mach ich das radio an

mein weltempfänger fängt sich all
die wellen aus dem überschall
und sendet via satellit
dass es bald niederschläge gibt

vertreib den regen
aus den rinnsalen der nacht
ich bin grad eben
aus bösen träumen aufgewacht
und spür das leben
wie es nicht schlafen kann heut nacht

auf meiner suche
nach verwandten und trabanten
in der dunkelheit
find´ich nur niemandsländer
konglomerate fremder sprachen
blauer töne und das weisse rauschen
weit entfernter sender

scheint mir grad so
als wär ich gar nicht so allein
und nicht der einzige
der träumt allein zu sein
auf dem planeten muss es regnen
und mitunter geht grad irgendwo
die sonne unter

ich schau den mond an
in der nacht so ganz allein
millionen wohnen
so ganz allein im mondenschein
nur der regen
prasselt unaufhaltsam ein
vertreib den regen
und lass mich nachts nicht mehr allein

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